DIE WAHRE RELIGION UND DAS GÖTTLICHE BUCH
MENSCHENRECHTE UND ISLAM
 

Die arabische Halbinsel
Vor dem Islam existierte auf der arabischen Halbinsel keine zentrale staatliche Autorität. Jeder der vielen auto­nomen Stämme lebte nach eigenen Regeln – entsprechend überkommenen Gebräuchen und Traditionen –, gehorchte seinen eigenen Stammesführern und betete seine eigenen Gottheiten an. Keiner durfte sich den jeweils herrschenden Gebräuchen widersetzen, die Anordnungen der Stammes­führer mißachten oder eine andere Gottheit als die seines Stammes anbeten.
Die Frauen waren in Fragen von Eheschließung oder Scheidung vollkommen rechtlos. Sie waren gezwungen, den für sie von ihren Vätern oder Vormündern ausgesuch­ten Mann zu heiraten und mit ihm zu leben. Sie besaßen weder ein Anrecht auf eigenes Vermögen noch Anteil am Erbe und waren zum Betteln gezwungen, wenn ihr Mann oder ihr Vater verstarb.
Die Sklaven wurden ständig mißhandelt, beschimpft und gedemütigt, während sie ohne ausreichende Nahrung und halbnackt die schwersten Arbeiten verrichten mußten. Wenn sie sich wehrten, drohte ihnen der Tod.
Während die Stammesfürsten sich mit Alkohol und Sklavinnen vergnügten, mußten die einfachen Leute äus­serst hart ar­beiten, um zu überleben – wobei sie einen Groß­teil ihrer Einkünfte an die Stammesführer abzuliefern hatten.

Der Osten
In China wurde Konfuzius, in Indien Buddha und in Per­sien wurden Zarathustra und Jamschid vergöttert und man errichtete ihnen Statuen.
Als ob das noch nicht genügte, erklärten die Inder die Kühe und den Ganges, die Perser den See von Sawa sowie das Feuer für heilig; später fingen sie sogar an, das Feuer anzubeten.
Zwischen den Menschen herrschten erschreckende Klassenunterschiede: Die Tyrannen ließen sich als Un­sterbliche verehren, die Fürsten, Adligen, Wohlhabenden und Priester standen als Mitglieder der oberen Kasten über dem Gesetz. Die bedauernswerte einfache Bevölkerung hin­ge­gen wurde unterdrückt, ausgebeutet und erniedrigt. Frauen wurden als reine Sexualobjekte zur Befriedigung der Männer an­gesehen. Die Sklaven wurden mißhandelt, zu harter Arbeit gezwungen und zusammen mit den Tieren in deren Ställe gepfercht.
Durch überhöhte ausbeuterische Steuern mußten die Armen für die Verschwendungssucht der Herrscher zah­len; wer sich weigerte diese Steuern zu zahlen oder nicht zahlen konnte, wurde in den Kerker geworfen.

Der Westen
Der Westen unterschied sich vom Osten im Hinblick auf den Glauben. Hier nannten sich die Menschen Christen. Doch in Wirklichkeit durchlebten sie gerade das dunkelste Kapitel ihrer Geschichte.
Während das Volk ungewaschen, schmutzig und in verlausten Lumpen hungrig und krank umherlief und die Kinder zuhause vor Hunger nach einem Stück Brot schrie­en und weinten, führten Könige und Fürsten in ihren Pa­läs­ten und Schlössern, ebenso wie der Papst und die Bischöfe in ihren Residenzen und Kathedralen, ein Leben in Luxus und Überfluß. Um ihren verschwenderischen Le­bens­wandel zu finanzieren, zwangen die Priester die Leute, in die Kirchen zu kommen, sich gegen Bezahlung die Beichte abnehmen zu lassen und Ablaßzettel zur Ver­gebung ihrer Sünden zu erwerben. Selbst Könige und Fürsten wurden mit der Exkommunikation bedroht, doch den einfachen Leuten blieb nichts anderes übrig, als zur Kirche zu gehen, zu beichten und den Priestern all ihre mageren Einkünfte auszuhändigen, um dann mit leeren Händen nach Hause zu gehen. Doch auch das genügte den Priestern noch nicht, so daß sie schließlich sogar began­nen, den Reichen Grundstücke im Paradies zu verkaufen, um sich so an der Furcht der Menschen noch mehr zu bereichern.
Und die Frauen? Oder die Sklaven? Sie wurden im Westen sogar noch schlechter behandelt. Ein Teil der Sklaven mußte ohne ausreichende Nahrung und halbnackt Schwerstarbeit verrichten, während andere unter Peit­schenschlägen auf Schiffen als Galeerensklaven gehalten wurden.
Das Christentum, das ursprünglich eine wahre Reli­gion gewesen war, hatte traurigerweise innerhalb kurzer Zeit seine Daseinsberechtigung verspielt und sich in ein williges Werkzeug der Repression und Ausbeutung ver­wandelt. Aus diesem Grunde war das Christentum nicht mehr in der Lage, Segen spendend für die Menschen zu wirken – es war vielmehr selbst zu einer der Hauptur­sa­chen der Unterdrückung, Ausplünderung und Verarmung der Massen geworden.
In diesem Zusammenhang schreibt der Historiker John W. Drapper:

„Das Europa jener Tage war barbarisch. Das Christentum brachte den Menschen keine Zivili­sa­tion. Erst die Muslime Spaniens lehrten sie, sich zu waschen, ihre verlausten Felle abzulegen und sau­bere Kleider anzuziehen, ihre Nägel zu schneiden und Toiletten zu bauen.“