DIE WAHRE RELIGION UND DAS GÖTTLICHE BUCH
EIN VERGLEICH ZWISCHEN QUR’AN UND NEUEM TESTAMENT
 

Wie im vorhergehenden Kapitel deutlich wurde, ist der Qur’an gänzlich Allahs Wort. Nicht ein Wort im Qur’an stammt vom Propheten Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden. Schauen wir uns nun die Evangelien an: Das heutige Neue Testament enthält, abgesehen von der Tatsache, daß es offensichtlich nicht Allahs Wort ist, selbst derart wenig Jesus – Friede sei mit ihm – zu­ge­schriebene Worte, daß man sie an den Fingern abzählen kann.

Ein Beispiel:

Danach, da Jesus wusste, dass alles schon voll­bracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! Es stand da ein Gefäß voll Essig. Sie legten nun einen Schwamm voller Es­sig um einen Ysop und brachten ihn an seinen Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.
(Johannes, 19:28-30)

Dieser Abschnitt, der insgesamt aus zweiundsechzig Wor­ten besteht, enthält nur die fünf WorteJesu „Mich dür­stet!“ und „Es ist vollbracht!“; doch von wem stam­men die restlichen siebenundfünfzig Worte? Wenn es sich um die Worte von Augenzeugen handelt, kann man dann die­ses ‘Heilige Schrift’ genannte Buch noch als Allahs Wort be­zeichnen? Oder ist es ein Untersuchungsbericht? Oder ein kirchenhistorisches Dokument?

Die Apostelgeschichte
Die im Neuen Testament enthaltene Apostelgeschichte be­schreibt ausschließlich Geschehnisse nach der Zeit Jesu – Friede sei auf ihm – mit seinen Gefährten. Offensichtlich ist alles, was über Ereignisse nach dem Propheten Jesus geschrieben wurde, eine Hinzufügung, die nur Menschen­wort sein kann. Schauen wir auf den Qur’an: Er enthält kein einziges Wort über den historischen Aufstieg des Islam oder die Taten seiner Gefährten nach dem Tode des Propheten – Allah segne ihn und sie und schenke ihnen allen Frieden! Daraus wird deutlich, daß allein der Qur’an den Status eines göttlichen Buches ohne jegliche Verän­de­rungen bewahrt hat.

Die Briefe
In dem unter dem Titel ‘Briefe’ bekannten Kapitel des Neuen Testaments finden sich einundzwanzig Briefe, ver­faßt von Paulus, Petrus, Johannes und Joseph an verschie­dene Personen oder Gemeinden. Diese sind allesamt ein­deutig Menschenwort und eine spätere Hinzufügung zu den Evangelien.
Wenn wir hingegen den Qur’an betrachten, erkennen wir, daß er nicht ein einziges Wort der vielen Briefe ent­hält, die der Prophet Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – an die Könige und Regenten sei­ner Zeit geschrieben hat, geschweige denn Briefe der vier Ka­lifen oder der Prophetengefährten.
Darüber hinaus ist die Authentizität der Briefe des Paulus, Petrus, Johannes, Joseph und Judas bis heute um­strit­ten, da man weder weiß, wo deren Originale sind, noch von wem sie wirklich stammen.
Vom Propheten Muhammad wissen wir hingegen, daß er im Jahre 7 nach der Hijra die folgenden Briefe schrei­ben und übersenden ließ:
Einen Brief an den byzantinischen Herrscher Heraklius,
einen Brief an den persischen Imperator Chosrau,
einen Brief an den Negus, den König von Abessinien,
einen Brief an Muqauqas, den Statthalter Ägytens,
einen Brief an Harith ibn Abi Schimr, den Herrscher von Syrien, sowie
einen Brief an Haudha ibn ‘Ali, den Gouverneur von Yamama.

Obwohl einige der Briefe verloren gegangen sind oder zer­rissen wurden, existieren noch heute mindestens zwei von ihnen im Original, nämlich der Brief an Muqauqas, der sich im Topkapi-Palast in Istanbul befindet, sowie der an Heraklius im Museum von Amman. Auf den beiden fol­gen­den Seiten finden sich Abbildungen und die Über­set­zung der Texte dieser beiden Briefe:


 


Abbildung des Briefes des Propheten Muhammad an Mauqauqas

 

Brief an Muqauqas
Im Namen Allahs,
des Allgnädigen, des Allbarmherzigen
Von Allahs Diener und Gesandtem Muhammad an Muqauqas, den Statthalter von Ägypten: Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt. Darum lade ich dich ein, den Islam anzunehmen. Wenn du den Islam annimmst, wirst du in Sicherheit sein und Allah wird dir im Jenseits zweifache Belohnung schen­ken. Wenn du meiner Einladung nicht nach­kommst, so sollen die Sünden aller Kopten dir auf­erlegt sein!



Abbildung des Briefes des Propheten Muhammad an Heraklius

 

Brief an Heraklius
Im Namen Allahs,
des Allgnädigen, des Allbarmherzigen
Von Allahs Diener und Gesandtem Muhammad an Heraklius, den Herrscher von Byzanz: Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt. Hiermit lade ich dich ein, den Islam anzunehmen. Wenn du den Islam annimmst, wirst du Frieden finden und Allah wird dir im Jenseits zweifache Belohnung schen­ken. Wenn du meiner Einladung nicht nach­kommst, so sollen die Sünden deiner Untertanen dir auferlegt sein!