Im Jahr 1947 entdeckten Schafhirten in einer Höhle in der Nähe von Jerusalem in Tongefäßen versteckt eine Sammlung alter Schriftrollen. Dieser Fund erregte in der christlichen Welt großes Aufsehen und führte zu teilweise heftigen Debatten. Die Medien in aller Welt, einschließlich der Türkei, berichteten von dem Fund mit Schlagzeilen wie „Wahre Bibel Gefunden!“ und das Thema stand wochenlang auf der Tagesordnung christlicher Kreise. Fachleute der Vereinigung der Weltkirchen begannen augenblicklich mit einer Untersuchung der Schriftrollen, aber wahrscheinlich benutzten die beteiligten ‘Narkoseärzte’ eine so hohe Dosis an Narkosemitteln, daß das bedauernswerte Evangelium bis heute nicht aus seinem Koma erwacht ist.
Wird das wahre Evangelium vor der Öffentlichkeit versteckt?
Das französische Magazin L’Evenement Du Jeudi veröffentlichte 1993 in seiner Juli-Ausgabe einen Artikel, in dem es heißt:
„Es ist nun an der Zeit, das wahre Evangelium zu veröffentlichen. Gewisse Kräfte widersetzen sich dem jedoch, da eine Veröffentlichung zu schwerwiegenden Erschütterungen innerhalb der christlichen Zivilisation führen würde.“
Was würde denn geschehen, wenn plötzlich und unerwartet das wahre Evangelium auftauchte?
Zuerst einmal würde damit die Dreifaltigkeit, d.h. die Legende von den drei Göttern in Einem, ein Ende finden, und der Glaube an den einen Gott und die Tatsache, daß Jesus – Friede sei auf ihm –, so wie die anderen Propheten auch, Sein Diener und Gesandter war, würden zutage treten.
Zudem könnte der Mythos der Kreuzigung Jesu und das damit verbundene Märchen, Allah habe, um den Menschen ihre Sünden zu vergeben, Seinen einzigen Sohn geopfert, zu den Akten gelegt werden.
Die Machtstellung und Autorität des Papstes und der Kirchen würden zunichte und Tausende, die – wie beispielsweise Galileo Galilei – von ihnen exkommuniziert wurden, wären rehabilitiert.
Erinnern sie sich? „Die Erde dreht sich!“ hatte dieser Galileo gesagt, und war vom Papst exkommuniziert und vom Inquisitions-Gericht verurteilt worden, woraufhin er beim Verlassen des Gerichtssaals bemerkte: „Selbst wenn ich sagen würde, daß sie sich nicht dreht, dreht sie sich doch!“ Erst 350 Jahre später, nämlich im Jahr 1992, hob Papst Johannes Paul II. schließlich das Gerichtsurteil und die Exkommunikation Galileos auf und erklärte ihn zu einem aufrechten Christen, damit er vielleicht nun endlich aus dem Fegefeuer befreit würde.
Auf der anderen Seite könnte eine Veröffentlichung des wahren Evangeliums, so Gott will, dazu führen, daß die christliche Welt an den letzten Propheten Muhammad – Segen und Friede seien auf ihm – glaubt, dessen Kommen darin deutlich verkündet wird, was hinsichtlich der Weltordnung zu einer ganz neuen Situation führen würde.
Geschichten, wie die des Joseph von Arimathäa, der Maria Magdalena, oder jene der vor Schmerzen schreienden Frau im Himmel und des siebenköpfigen Drachens, mögen der Christenheit des Mittelalters faszinierend und vielleicht sogar plausibel erschienen sein, doch für das Europa unseres Zeitalters fehlen ihnen die nötige Überzeugungskraft und Glaubhaftigkeit.
Die einzige Adresse, die den großen Wissensdurst und Hunger nach Spiritualität in der heutigen christlichen Welt und der gesamtem Menschheit befriedigen und inneren Frieden bringen kann, ist der Qur’an.
Ich bin fest überzeugt davon und hoffe darauf, daß die christliche Welt, sowie die Menschheit im Allgemeinen, einer fruchtbaren Begegnung mit dem Qur’an sehr nahe ist.
Vielleicht wird dies morgen sein, vielleicht aber auch schon früher! |